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Malteser Göppingen

Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit

Familien mit schwerstkranken Kindern brauchen mehr Hilfe

10.02.2020

Obwohl Familien, in denen ein schwerstkrankes Kind lebt, über Jahre äußerst belastet sind, bekommen sie zu wenig Hilfe. Zum Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit am 10. Februar fordern die Malteser, den Familien insbesondere mehr psycho-soziale Unterstützung anzubieten. „Die Familien konzentrieren sich fast völlig auf die kranken Kinder. Gesunde Geschwister geraten dadurch fast zwangsläufig an den Rand, die Eltern brennen durch die andauernde Herausforderung zunehmend aus, ohne dass sie sich dessen bewusst sind und werden im schlimmsten Fall eines Tages selbst krank“, sagt Karen Straubmüller, Leitende Koordinatorin des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes der Malteser im Kreis Göppingen.

Für die schwierige Lebenssituation seien geschulte Ehrenamtliche, die den Geschwisterkindern Zeit und Raum geben, ihre Wünsche zu leben, ebenso wichtig wie das Gesprächsangebot von psychologischen Fachkräften und Seelsorgenden für Vater und Mutter. Karen Straubmüller: „Durch die schwere Krankheit der Kinder wird die gesamte Lebensplanung auf den Kopf gestellt und die Paarbeziehung der Eltern oft extrem belastet. Gesunde Geschwisterkinder werden manchmal zu pflegenden Angehörigen, was sie in eine Verantwortung nimmt, denen sie noch nicht gewachsen sein können.“

Darüber hinaus kümmern sich die Malteser im Kreis Göppingen mit Hilfe von ihren ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleitern auch um Familien, wenn ein Elternteil schwerst erkrankt ist. Ergänzend werden trauernde Kinder und Jugendliche sowie verwitwete Mütter und Väter einzeln und in Gruppen begleitet.

Der ambulante Kinder- und Jugendhospizangebote der Malteser versucht, die Lücken zu schließen. Dabei ist die verlässliche und individuelle Ansprache zum Vertrauensaufbau eine zentrale Voraussetzung, damit die Familienmitglieder sich öffnen. „Die psycho-soziale Balance der Familie ist extrem wichtig. Sie ist zentraler Baustein, damit dem schwerstkranken Kind oder Jugendlichen am besten geholfen und die körperliche und seelische Gesundheit seiner Angehörigen bewahrt werden. Die Familie ist der wichtigste Raum für alle Kinder – auch der schwerstkranken und ihrer Geschwister“, erklärt Straubmüller.


Mit besonderen Veranstaltungen möchten die Malteser auf das Thema allgemein und den Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit im Besonderen aufmerksam machen. Dieses Jahr findet dazu am Samstag, 15. Februar 2020, im Alten Farrenstall in Faurndau ein Benefiz-Musikkabarett mit Angela Hack, Martina Knoll und mehreren Musikern, statt.

Weitere Informationen

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